Wie soll mein Kind aufwachsen? Wem kann ich die Verantwortung übertragen? Die Suche nach der richtigen Betreuungsform ist nicht einfach. Wir geben einen Überblick.

Von Maike König und Linda Tonn

Kinderkrippe: In den Krippen werden Kinder ab acht Wochen bis zum Eintritt in den Kindergarten betreut.

Tagesmutter: Tagespflege ist eine Form der privaten und individuellen Kinderbetreuung. Sie findet ganztags oder für einen Teil des Tages entweder im Haushalt der Tagesmutter oder des Tagesvaters oder im Haushalt der Eltern statt.

Kindertagesstätte: Kindertagesstätten sind Einrichtungen, in denen Kinder verschiedener Altersstufen regelmäßig tagsüber oder für einen Teil des Tages betreut werden. Darunter fallen Kinderkrippen, Kindergärten und -horte.

Kindergarten: Kindergärten nehmen Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Beginn der Schulpflicht auf. In der Regel werden in einer altersgemischten Gruppe bis zu 25 Kinder betreut.

Waldkindergarten: Der Waldkindergarten oder Naturkindergarten ist eine aus Skandinavien stammende Form der Kinderbetreuung. Im Waldkindergarten werden Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren außerhalb von Gebäuden, meist im Wald, betreut.

Integrativer Kindergarten: Integrative Kindergärten werden von drei- bis sechsjährigen Kindern mit und ohne Behinderung besucht. Im Vordergrund steht das gemeinsame Lernen und Zusammenleben. Hier werden die Grundlagen gelegt für ein besseres Verständnis behinderter und nichtbehinderter Menschen untereinander.

Kinderhort: Im Kinderhort werden schulpflichtige Kinder von sechs bis 14 Jahren während der schulfreien Zeit, vor und nach der Schule sowie in den Ferien betreut. Die Hortkinder essen gemeinsam zu Mittag, erledigen zusammen ihre Hausaufgaben und gestalten aktiv ihre Freizeit.

Au Pair: Au Pairs sind junge Menschen aus einem anderen Land, die als Gegenleistung für ihre Hilfe bei den familiären Aufgaben – vor allem an der ganztägigen Kinderbetreuung – in Familien aufgenommen werden. Sie erhalten neben Kost und Logis meistens eine monatliche Vergütung. Aupairs betreuen je nach Bedarf der Familien Kinder aller Altersstufen.

Leihoma: Leihomas oder auch Leihopas sind eine weitere Form der privaten Kinderbetreuung. Sie versorgen und beaufsichtigen stundenweise eines oder mehrere Kinder. Die „Ersatzgroßeltern“ eignen sich für die Betreuung besonders gut, wenn es um regelmäßige Termine geht. Zeitlich sind sie nicht ganz so flexibel wie beispielsweise eine Babysitterin – und stehen auch nicht immer auf Abruf bereit.