Die Integration der Flüchtlinge fordert die ganze Gesellschaft. Wie Integration gelingen kann, zeigen Fussballvereine seit vielen Jahren – ganz ohne Aktionsplan. Denn die Sprache des Fußballs sprechen alle.

Das klingt unsäglich kitschig. Ist es auch – und gleichzeitig eine Tatsache. Der Mainzer „Mini-Furz-Hobby-Fußball-Club“ namens FC Ente Bagdad ist der beste Beweis. 1973 von einer kleinen Gruppe fußballsüchtiger Studenten gegründet, hat er mittlerweile rund 80 Mitglieder aus über 20 verschiedenen Nationen. Was bislang fehlte: eine Jugendabteilung – bis jetzt. Eine Mannschaft aus Flüchtlingskindern und Mainzer Jugendlichen soll das ändern.

Wir waren vor Ort in Bretzenheim und haben mit Gründungsmitglied Ronald Uhlich diesen ganz besonderen Verein einmal unter die Lupe genommen – von den frühesten Anfängen, über Reisen nach Syrien bis heute, zum allwöchentlichen Training an der Martin Kirchner-Straße.