Über fehlenden Nachwuchs beklagen sich nicht nur Bevölkerungsforscher und Politiker – auch die Wirtschaft ist betroffen. In vielen Branchen herrscht Fachkräftemangel. Warum ihre Berufsfelder dringend Auszubildende brauchen, erklären eine Altenpflegerin, ein Ingenieur, eine Erzieherin, eine Friseurin und ein Feuerwehrmann.

Von Kristina Staab

Fachkräftemangel

Viele Branchen haben am Fachkräftemangel zu knabbern.
Foto: Sue, bestimmte Rechte vorbehalten

 

Der demografische Wandel mag viele Nachteile haben, manchen Berufsgruppen kann er aber nutzen – zumindest theoretisch. Der wachsende Anteil der über 70-Jährigen und die Forderung nach mehr Betreuungsplätzen rufen Pfleger und Erzieher auf den Plan. In diesen Bereichen herrscht nach wie vor ein Fachkräftemangel. Das merken auch Erzieherin Heidi Bitzer und Pflegefachkraft Rajaa Schreiber. Sie befürchten, dass Kindergartenkinder nicht genug gefördert und ältere Menschen nicht gut versorgt werden könnten.

Auch anderen Branchen macht der fehlende Nachwuchs zu schaffen. Ingenieure müssen ein sehr anspruchsvolles Studium bewältigen, das viele nicht schaffen. Friseure leiden unter gesellschaftlichen Vorurteilen und die Feuerwehr ist auf Freiwillige angewiesen. Der Fachkräftemangel wird in diesen Berufen durch den demografischen Wandel verschärft.

Fehlende Fachkräfte in Rheinland-Pfalz und Mainz

Fachkraft Rheinland-Pfalz Mainz, kreisfreie Stadt
Erzieher 484 116
Friseur 324 14
Brandschutz 243 12
Altenpflege 475 44

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Stand: Juni 2013

Wie eine Altenpflegerin, ein Ingenieur, eine Erzieherin, eine Friseurin und ein Feuerwehrmann ihre berufliche Situation beschreiben, welche Gefahren sie sehen und welche Lösungen sie vorschlagen: