Nach einem anstrengenden Arbeitstag wollen die meisten Menschen zu Hause ausspannen. Für manch einen ist die Arbeit nach Feierabend aber längst noch nicht zu Ende.

Tim, Projektleiter in der Finanzbranche*, hat einen Zweitjob. Er ist Escort in Mainz und Umgebung. Zwar nimmt er nicht mehr jeden Auftrag an. Doch wenn er ein gutes Angebot bekommt, sagt er nicht nein. Finanziell ist er auf die Arbeit mit Sex nicht angewiesen. Und der Sex kommt sicher, erzählt Tim im Interview – egal, ob der Kunde eine Frau oder ein Mann ist.

*Name und Beruf von der Redaktion geändert

 

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Der Job Escort mit der Option auf Sex gehört in Deutschland zur sogenannten Sexarbeit. Mit der Einführung des Prostitutionsgesetzes zum 1. Januar 2002 und der einhergehenden Änderung des Strafgesetzbuches wurde die Sexarbeit in Deutschland legalisiert. Escorts müssen daher ihre Arbeit steuerpflichtig anmelden.

Im Unterschied zu Prostituierten ist die Arbeit des Escorts bzw. Begleitservices nicht ausschließlich auf Sex ausgelegt. Die Abendbegleitung des Kunden ist wichtiger Bestandteil des Escort-Berufes. Wobei, wie Escort Tim im Interview berichtet, die Abendgestaltung stark vom Kunden abhängt.

Studien zufolge verdienen Escorts pro Stunde im Durchschnitt zwischen 150 und 300 Euro, wobei die Preise regional und abhängig vom einzelnen Escort stark variieren.

 

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