Viele Kinder braucht das Land. Allerdings sind die nicht immer brav und niedlich, sondern oft auch ganz schön anstrengend. Nicht selten löst ihr Toben und Geschrei genervtes Kopfschütteln aus. Wie familienfreundlich sind die Mainzer? Unterwegs mit Mama Katja und ihren vier Kindern.

Von Maike König, Linda Tonn (Kamera, Text und Schnitt) und Susann Schädlich (Kamera)

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Familie Schupp mit (von links) Johanna, Simon, Mama Katja, Christian und Julia. Foto: Maike König

Familien, mit drei, vier oder sogar fünf Kindern sind selten und ziehen oft die Blicke der Passanten auf sich. Gerade in größeren Städten in Rheinland-Pfalz sind Großfamilien eher die Ausnahme. Ein landesweiter Trend wie sich zeigt. Das Wiesbadener Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hat herausgefunden: Frauen, die in Großstädten leben, werden erst in einem höheren Alter Mütter und bekommen in der Folge weniger Kinder als Frauen auf dem Land. Verhindert  das Leben in den Städten einen demografischen Aufschwung? Sind Städter Kindermuffel?

Unterwegs mit der Rasselbande

Katja Schupp ist Mutter von vier Kindern und weiß: Wenn sie Johanna, Christian, Simon und Julia ins Auto packt und mit nach Mainz nimmt, ist an einen gemütlichen Stadtbummel nicht zu denken. Da wird das Überqueren der Straße zur Geduldsprobe und der Einkauf erfordert Nerven wie Drahtseile. Doch nicht nur die Launen der Kinder sind unberechenbar. Auch die Reaktionen von Verkäufern und Passanten auf die quirlige Schar sind oft ungewöhnlich.Wir haben die Schupps bei ihrem Stadtausflug begleitet und  festgestellt: Mainz ist familienfreundlich.