So sieht der Sternenhimmel nur nach der Bearbeitung am PC aus – Lichtverschmutzung macht ihn fürs menschliche Auge nahezu unsichtbar. Zu hell ist die Umgebung hier am Mainzer Gutenbergplatz, weil zu viel Licht ungerichtet in den Himmel strahlt. Nachts ist Mainz hell erleuchtet – aus Sicherheitsgründen, aber auch um einen attraktiven Anblick zu bieten. Welche Auswirkungen haben die hellen Nächte auf Mensch und Umwelt? – Eine Spurensuche.

Förster Sternwarte

Astronom Förster, Foto: AAG Mainz

Blickt man in den Sternenhimmel, sieht man keine Sterne mehr. Zumindest in Mainz nicht: Straßenlaternen und Halogenstrahler beleuchten nicht nur den Boden und Gebäude, sondern oft auch den Himmel. Lichtverschmutzung heißt dieses menschgemachte Phänomen.

„In Mainz sieht man mit dem bloßen Auge nur etwa 100 Sterne. In ländlichen Gegenden wie dem Hunsrück sind es bis zu 5000 Sterne“, meint Jan-David Förster von der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Mainz.

Ein Interview mit Jan-David Förster über die Beleuchtung der Stadt Mainz, bebildert mit Fotos von Laura Ettle, Benjamin Huck, Marion Ziegler und der AAG Mainz.

 

Das diffus in den Nachthimmel abgestrahlte Licht kostet nicht nur Energie und macht die Sterne unsichtbar. Wie wirkt sich künstliches Licht eigentlich auf Mensch und Umwelt aus? Welche gesundheitlichen Probleme bringt es mit sich? 360 Grad-Autorin Laura Ettle hat nach Antworten gesucht.

Titelfoto: Marion Ziegler